Unterbringung der 24-Stunden-Pflegekraft: So sieht eine gute Wohnlösung aus

Direkt zum Thema

Wenn eine 24-Stunden-Pflegekraft in den eigenen vier Wänden eines Pflegebedürftigen einzieht, verändert das nicht nur den Alltag – es schafft auch eine besondere Nähe. Die Betreuungskraft lebt mit im Haushalt, ist oft rund um die Uhr erreichbar und übernimmt eine Vielzahl an Aufgaben. Was viele Angehörige dabei unterschätzen: Auch diese Fachkräfte brauchen Raum. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Als Pflegeberaterin und ehemalige Altenpflegerin habe ich viele Familien begleitet, die sich für eine sogenannte Rund-um-die-Uhr-Betreuung entschieden haben. Die meisten machen sich viele Gedanken über den Tagesablauf, die Aufgabenverteilung oder rechtliche Fragen – aber nur wenige denken von Anfang an an die Wohnsituation der Pflegekraft. Dabei ist genau diese ein entscheidender Punkt für das Gelingen der Betreuung.

24-Stunden-Pflege: Räumliche Voraussetzungen im Überblick

Wer sich für eine 24-Stunden-Betreuung entscheidet, holt sich nicht nur Unterstützung ins Haus – sondern auch einen Menschen, der für einen bestimmten Zeitraum dort lebt. Das bringt Verantwortung mit sich. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelingende Betreuung ist ein eigenes Zimmer für die Pflegekraft.

Ein eigenes Zimmer ist kein Extra, sondern Standard. Die Betreuungskraft braucht einen privaten Raum, in dem sie sich ausruhen, persönliche Dinge unterbringen oder auch mal zurückziehen kann. Dies ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch des gegenseitigen Respekts.

Optimal ist ein ruhiger, abschließbarer Raum, der folgende Grundausstattung bietet:

  • Ein Bett – idealerweise mit einer angenehmen Matratze, damit die Kraft gut schlafen kann.

  • Ein Kleiderschrank oder eine Kommode, um Kleidung und persönliche Gegenstände ordentlich zu verstauen.

  • Ein Tisch und ein Stuhl, damit sie auch mal in Ruhe lesen, schreiben oder telefonieren kann.

  • Eine funktionierende Lichtquelle, am besten sowohl Deckenlicht als auch eine Leselampe.

Je nach Wohnsituation ist ein eigenes Bad natürlich ein großer Pluspunkt – es muss aber nicht zwingend sein. Wichtig ist jedoch ein klar geregelter Zugang zu einem Bad, das sauber, funktional und in zumutbarer Nähe zum Zimmer liegt.

Diese Rahmenbedingungen sorgen nicht nur für das Wohlbefinden der Betreuungskraft, sondern wirken sich auch positiv auf das gesamte Betreuungsverhältnis aus. Denn wer sich willkommen und respektiert fühlt, kann sich besser auf die oft emotional und körperlich fordernde Arbeit einlassen.

24-Stunden-Pflege

Finden Sie eine liebevolle 24-Stunden-Pflegekraft

Wir helfen Ihnen dabei die richtige Agentur für eine legale und liebevaolle 24-Stunden-Betreuung zu finden. In unserem Online-Fragebogen nehmen wir Ihre Wünsche auf und empfehlen Ihnen bis zu drei Anbieter.

Jetzt Fachfirmen finden

Eigenes Zimmer für die 24-Stunden-Pflegekraft

Wer sich für eine 24-Stunden-Betreuung entscheidet, holt sich nicht nur Unterstützung ins Haus – sondern auch einen Menschen, der für einen bestimmten Zeitraum dort lebt. Das bringt Verantwortung mit sich. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine gelingende Betreuung ist ein eigenes Zimmer für die Pflegekraft.

Ein eigenes, abschließbares Zimmer ist keine nette Geste – es ist eine absolute Mindestvoraussetzung. Die Betreuungskraft braucht einen privaten Raum, in dem sie sich ausruhen, persönliche Dinge unterbringen und auch mal abschalten kann. Dies ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern ein Zeichen des Respekts und der Wertschätzung.

Optimal ist ein ruhiger Raum, der folgende Grundausstattung bietet:

  • Ein ordentliches Bett mit guter Matratze

  • Ein Kleiderschrank oder eine Kommode

  • Ein Tisch und ein Stuhl

  • Eine funktionierende Lichtquelle – am besten Deckenlicht und Leselampe

Darüber hinaus gilt: Das Zimmer sollte sauber, freundlich eingerichtet und beheizbar sein. Niemand fühlt sich wohl in einem Abstellraum mit Pritsche – und genau das sollte es auch nicht sein.

Privatsphäre ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für erholsame Ruhezeiten. Nur wer sich auch mal zurückziehen kann, bleibt leistungsfähig – körperlich und emotional.

Auch wenn es kein Muss ist: Ein WLAN-Zugang ist ein echter Pluspunkt. Viele Betreuungskräfte halten über ihr Smartphone Kontakt zur Familie im Heimatland oder nutzen Übersetzungsapps im Alltag. Ein stabiles Internet kann hier sehr helfen – und ist mit wenig Aufwand einzurichten.

Und nicht zuletzt: Auch die besten Betreuungskräfte brauchen Pausen. Ein angenehmer Rückzugsort trägt wesentlich dazu bei, dass diese Pausen auch wirklich zur Erholung dienen – und das wiederum wirkt sich positiv auf die gesamte Betreuungssituation aus.

24-Stunden-Pflege – eigenes Bad: Muss oder Kann?

Die Frage nach einem eigenen Bad für die Betreuungskraft taucht immer wieder auf – besonders, wenn der Wohnraum begrenzt ist. Grundsätzlich gilt: Ein eigenes Bad ist keine Pflicht, aber ganz klar ein großer Vorteil. Vor allem bei längeren Einsätzen, bei denen die Betreuungskraft mehrere Wochen oder sogar Monate im Haushalt lebt, ist ein separates Bad eine echte Erleichterung für alle Beteiligten.

Doch nicht jede Wohnsituation lässt das zu. Wenn kein eigenes Bad möglich ist, braucht es klare Absprachen. Das betrifft sowohl die Nutzungszeiten als auch das Thema Hygiene. Wer darf wann ins Bad? Wie wird die Reinigung organisiert? Gibt es Rückzugsmöglichkeiten am Morgen oder Abend, wenn alle das Badezimmer brauchen?

Gemeinsame Nutzung funktioniert nur, wenn gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme selbstverständlich sind – auf beiden Seiten. Es ist wichtig, dass sich niemand „geduldet“ fühlen muss, sondern dass ein echter Wille zur Zusammenarbeit da ist.

Ein paar praktische Tipps, wenn das Bad geteilt wird:

  • Feste Zeitfenster für die morgendliche oder abendliche Nutzung helfen, Konflikte zu vermeiden.

  • Sauberkeit sollte ein gemeinsames Anliegen sein – eventuell mit einem einfachen Putzplan.

  • Persönliche Hygieneartikel der Betreuungskraft sollten einen festen Platz im Bad haben, am besten in einem kleinen Korb oder Regal.

Kurz gesagt: Ein eigenes Bad ist die ideale Lösung – aber kein Muss. Wichtig ist, dass die Pflegekraft sich auch im Badbereich willkommen und respektiert fühlt. Denn auch kleine Dinge können das tägliche Miteinander enorm beeinflussen.

Unterbringung 24-Stunden-Pflege: Weitere praktische Tipps

Neben den grundlegenden Voraussetzungen wie einem eigenen Zimmer und dem Zugang zu sanitären Einrichtungen gibt es einige weitere Aspekte, die das Zusammenleben erleichtern – und die Qualität der Betreuung langfristig sichern.

1. Einen eigenen Zimmerschlüssel übergeben

Was oft übersehen wird: Ein eigener Schlüssel fürs Zimmer ist ein starkes Zeichen. Es signalisiert Vertrauen, schützt die Privatsphäre und gibt der Betreuungskraft ein Gefühl von Kontrolle über ihren Rückzugsort. Vor allem in einem Haushalt, in dem mehrere Personen ein- und ausgehen, ist das ein wichtiger Schritt.

2. Persönliche Gestaltungsmöglichkeiten

Auch wenn die Betreuungskraft nur vorübergehend im Haushalt lebt, sollte sie ihr Zimmer ein Stück weit persönlich gestalten dürfen. Ein Fernseher, ein kleines Bücherregal oder eine gemütliche Ecke mit Kissen oder Decke können viel zur Erholung beitragen. Wer mag, kann auch fragen, ob sie Fotos der Familie oder andere persönliche Dinge aufstellen möchte – das schafft Nähe und Zugehörigkeit.

3. Rückzugsräume schaffen – gerade in Belastungssituationen

In jeder Betreuungssituation gibt es auch mal herausfordernde Momente: Konflikte im Miteinander, emotionale Belastungen, Erschöpfung. Wichtig ist dann, dass es eine Möglichkeit gibt, sich zurückzuziehen – nicht nur räumlich, sondern auch emotional. Ein klar definierter Pausenraum (auch wenn es nur das eigene Zimmer ist), die Möglichkeit für Spaziergänge oder ein ruhiger Gartenplatz können hier sehr hilfreich sein.

Auch hilfreich: Vereinbaren Sie feste Zeiten, in denen die Pflegekraft wirklich „frei“ hat – und diese auch respektiert werden. Das stärkt das Vertrauensverhältnis und schafft die notwendige Balance zwischen Nähe und Distanz.

Zimmer für die 24-Stunden-Pflegekraft vorbereiten

Ein guter Start beginnt mit einer wertschätzenden Begrüßung – und das gilt auch (oder gerade) in der Pflege. Die Betreuungskraft wird für viele Wochen ein Teil des Haushalts sein. Umso wichtiger ist es, dass sie sich von Anfang an willkommen fühlt. Ein gut vorbereitetes Zimmer ist der erste Schritt dafür.

Vor dem Einzug sollte das Zimmer gründlich gereinigt und wohnlich gestaltet sein. Frische Bettwäsche, saubere Böden und ein aufgeräumter Raum sind selbstverständlich – aber oft nicht genug. Eine kleine Willkommensgeste macht hier den Unterschied: Ein frischer Blumenstrauß, ein Willkommenskärtchen oder ein kleiner Snack zeigen: „Wir freuen uns, dass Sie da sind.“

Auch praktisch gedacht: Legen Sie einige wichtige Informationen bereit, am besten mehrsprachig oder mit einfachen Symbolen. Zum Beispiel:

  • WLAN-Zugangsdaten (klar lesbar notiert)

  • Wo ist der nächste Supermarkt?

  • Gibt es eine Bushaltestelle in der Nähe?

  • Notfallnummern oder Ansprechpartner im Haus

Wichtig: Der Raum sollte ausschließlich der Betreuungskraft zur Verfügung stehen – also keine Kombination mit Abstellkammer oder Hauswirtschaftsraum. Ein Zimmer, das gleichzeitig als Lager für Getränkekisten oder Putzmittel dient, signalisiert: „Du bist hier nur geduldet.“ Das untergräbt auf Dauer das Vertrauensverhältnis.

Ein persönlicher, respektvoll eingerichteter Raum ist kein Luxus – sondern Ausdruck von Dankbarkeit und Fairness. Und genau das ist die Basis für eine funktionierende, langfristige Betreuung.

Wertschätzung beginnt mit dem Wohnraum

Eine 24-Stunden-Betreuung ist eine intensive Form der Unterstützung – für alle Beteiligten. Damit sie dauerhaft funktioniert, braucht es nicht nur organisatorische Klarheit und gute Kommunikation, sondern auch: einen respektvollen Umgang miteinander. Und der beginnt ganz konkret – beim Wohnraum.

Gute Wohnbedingungen sind kein Nebenschauplatz, sondern ein zentraler Faktor für Motivation, Zufriedenheit und auch die Gesundheit der Betreuungskraft. Wer gut schläft, sich sicher und angenommen fühlt, kann auch besser für andere da sein. Das merken nicht nur die Pflegebedürftigen, sondern auch ihre Angehörigen.

Meine Erfahrung als Pflegeberaterin zeigt: Wer Wertschätzung zeigt, bekommt oft auch Wertschätzung zurück. Das zeigt sich im Engagement der Betreuungskraft, in ihrer Geduld, ihrer Präsenz – und letztlich auch in der Stabilität des gesamten Betreuungsverhältnisses.

Ein paar Blumen, ein eigenes Schlüssel, ein ordentlich eingerichteter Raum – das sind keine großen Investitionen. Aber sie machen einen großen Unterschied. Für die Betreuungskraft. Für die Atmosphäre im Haus. Und für die Qualität der Pflege.

Hat dieser Artikel Ihre Fragen beantwortet?

Bitte bewerten Sie den Beitrag.